Theaterklassen am AEG

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In einer Theaterklasse haben die Schülerinnen und Schüler in der 5. Und 6. Jahrgangsstufe zusätzlich zum Pflichtunterricht an zwei Stunden in der Woche
Theaterunterricht. Dabei geht es natürlich nicht um die Vermittlung theoretischer Zusammenhänge, sondern um das praktische, körperliche Spiel. Geplant ist, für eine der beiden Stunden eine Stunde, die zur individuellen Förderung vorgesehen ist (sog. Intensivierungsstunde), zu verwenden, sodass die Theaterklasse insgesamt nur eine Stunde mehr als die anderen Klassen hat. Eine Theaterklasse wird im Klassenverband unterrichtet, d.h. alle Kinder dieser Klasse haben Theaterunterricht.

Warum eine Theaterklasse?

Gerade in der Unterstufe, am Beginn der Pubertät, werden durch das Theaterspielen viele wesentliche Kompetenzen erlernt, die maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der eigenen Identität haben können.

1. Persönlichkeitsbildung

  • Das eigene Ich mit seinen Möglichkeiten und Grenzen bewusst wahrnehmen
  • Hemmungen reduzieren und das Selbstwertgefühl stärken
  • Sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten erweitern und differenzieren
  • Konzentrationsfähigkeit trainieren
  • Kreativität entwickeln

2. Soziale und kommunikative Kompetenzen

  • Teamgeist, Toleranz und Wertschätzung in der gemeinsamen Arbeit einüben
  • Verantwortungsbewusstsein erfahren
  • Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz stärken
  • lernen, Kritik angemessen aufzunehmen, mit ihr umzugehen und sie situationsangemessen zu äußern (konstruktives Feedbackverfahren)
  • Perspektivwechsel und kritische Distanz

3. Aesthetische Bildung

  • Ganzheitliche Bildungsprozesse durch ästhetische Gestaltungsprobleme anstoßen
  • Geistige und körperliche Beweglichkeit durch Selbst- und Fremdwahrnehmung schulen
  • Differenzerfahrungen reflektieren
  • Sensibilität für die Künste und ästhetisches Urteilsvermögen entwickeln (Theater verstehen / an Theater teilhaben)

Auswirkungen auf andere Fächer

Durch das gemeinschaftliche Miteinander beim Theaterspielen werden das Klassenklima und die Klassengemeinschaft entscheidend gestärkt, wodurch wiederum die Lern- und Leistungsbereitschaft derSchülerinnen und Schüler in anderen Unterrichtsfächern gesteigert werden.

Didaktisch-methodische Grundsätze

Im Theaterunterricht der Theaterklassen treten die schülerorientierten und sozial-integrativen Unterrichtsformen wie Freiarbeit, Partnerarbeit und Gruppenarbeit in den Vordergrund. Somit lernen die Schüler mehr eigenverantwortliches Handeln. Ausprobieren und Experimentieren sind zentrale Unterrichtsprinzipien des Faches.

Der Unterricht ist projektorientiert und fächerübergreifend (insbesondere mit dem Fach Deutsch oder Musik) und mündet in eine Präsentation der Arbeitsergebnisse.

Leistungsbewertung

Die Schülerinnen und Schüler, die in der Theaterklasse unterrichtet werden, erhalten im Zeugnis eine zusätzliche Bemerkung über die Teilnahme an der Theaterklasse. Die Bewertung setzt sich zusammen aus praktisch-künstlerischen Leistungen und mündlichen Beiträgen im Unterrichtsprozess.

Ihre Kinder werden nicht mit zusätzlichen Schulaufgaben oder Stegreifaufgaben belastet.

Voraussetzungen

Geeignet für die Theaterklasse ist grundsätzlich jedes Kind, da keine Vorkenntnissenötig sind. Die Bereitschaft zur intensiven Arbeit an einem gemeinsamen Theaterprojekt, Aufgeschlossenheit für das gemeinsame Improvisieren und Spaß am Theaterspielen sollte natürlich vorhanden sein!

Wie geht es nach der 6. Klasse weiter?

Bei Interesse können die Schülerinnen und Schüler anschließend an der Mittelstufentheatergruppe teilnehmen und in der Oberstufe dann das Profilfach Theater und – falls angeboten – zusätzlich ein Seminar wählen.

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Anmeldung zur Theaterklasse

Die Anmeldung erfolgt bei der Schuleinschreibung und ist dann für die Jahrgangsstufen 5 und 6 verbindlich.

Weitere Fragen

Für weitere Fragen nutzen Sie bitte die im Flyer angegebene Kontaktmöglichkeit!Flyer (PDF)